Zum Inhalt springen
Shop

Züge mit interner Ansteuerung

Die interne Ansteuerung gibt es heute nur noch als Ersatzteil, aber viele ältere SPEEDHUBs haben sie. Die Züge laufen vom Griff zu einem Zuggegenhalter, wo zwei Bajonettverschlüsse sie mit dem in die Nabe integrierten Zug verbinden — mit einer Bewegung getrennt, wenn das Rad heraus muss. Mit Scheibenbremse ist sie nicht kombinierbar, weil die Bajonette an die Scheibe stoßen würden.

  • Am Bremssockel: Der 13°-Gegenhalter ersetzt die Befestigungsschraube der linken Bremse (mit der beiliegenden M6×25-Schraube, etwas Fett, Innensechskant SW4, 6 Nm, mit SW13 gegengehalten). Alle anderen Teile der Bremse bleiben am Sockel. Die Distanzhülse nur verwenden, wenn das Sockelgewinde zu kurz ist oder der Gegenhalter an Bremsteile stößt.
  • An der Kettenstrebe: Der 0°-Gegenhalter (gerade, Art. Nr. 8260) wird mit einer Rahmenschelle so an der Kettenstrebe befestigt, dass die Züge möglichst gerade aus der Nabe laufen.

Der 1er-Zug sitzt am Griff und an der Nabe vorn, der 14er hinten (bei Führung über die Kettenstrebe an der Nabe der 1er unten, der 14er oben).

  1. Beide Zugeinsteller mit etwas Fett in den Gegenhalter drehen und den Gegenhalter (SW13) so ausrichten, dass sie zu den Zugführungen der Nabe zeigen. Die Einsteller sollten etwa zwei Umdrehungen herausgedreht sein.
  2. Den 1er-Zug in den vorderen, den 14er in den hinteren Einsteller führen.
  3. Das Getriebe in den 14. Gang schalten: den hinteren 14er-Nabenzug an der Bajonettspitze über alle Rasten bis zum Anschlag herausziehen.
  4. Beide Züge abwechselnd bis zum Anschlag ziehen und prüfen, ob die Hüllen ganz in den Anschlägen sitzen. Zug am 14er muss den Griff Richtung 1 drehen, Zug am 1er Richtung 14 — sonst die Züge am Gegenhalter tauschen.
  5. Den 1er-Zug bis zum Anschlag ziehen (der 14er zieht sich zurück, der Griff dreht über 14), dann den 14er, bis die „14” am Griff der Gehäusemarkierung gegenübersteht.
  6. Den 14er-Zug neben die ganz herausgezogene 14er-Bajonettspitze halten und genau am Ende der Spitze abschneiden. Mit der Rohloff-Ablänglehre (Art. Nr. 8506) gelingt das sicher.
  7. Die beiden Klemmschrauben des Bajonettverschlusses etwa 2 mm herausdrehen, den Verschluss auf die Spitze setzen und den Zug durch die Federbohrung bis zum Anschlag einschieben (10 mm tief). Erst eine Schraube anziehen, bis ihr Kopf bündig ist, dann die zweite (M4×4, SW2, 1,5 Nm) — so sitzt der Zug mittig.
  8. Den 1er-Nabenzug bis zum Anschlag ziehen, den 1er-Zug straff halten und ebenso am Ende der 1er-Spitze abschneiden. Das 14er-Bajonett öffnen, den 1er anschließen, dann das 14er wieder schließen.
  9. Ein paarmal hin- und herschalten, damit sich die Züge setzen, und die Spannung so einstellen, dass der Griff etwa 2 mm Spiel hat. Prüfen, ob alle 14 Gänge schalten (13 Klicks).

Richtig montiert hält der 0,9-mm-Rohloff-Spezialzug etwa 8000–10.000 km. Reißt er früher, die Ursache suchen: geknickte Führung durch falsche Achsplatten- oder Gegenhalterstellung (Stellung der Achsplatte), eine lose Drehmomentstütze, durch die sich die Achse verdreht hat, oder ein Sturz.

Wie getauscht wird, entscheidet der Achsring:

  • Schnellwechsel-Achsring — die Achsplatte hält mit fünf Schrauben, die Zugführungen sitzen in schwarzen Kunststoffzylindern. Der Achsring bleibt auf der Achse. Schnelle Lösung: das Schaltseil-Easy-Set (Art. Nr. 8573), ein vormontierter Zug mit Bajonetten und Faltenbälgen.
  • Einteiliger Achsring (bis Seriennummer 25.300, Anfang 2003) — die Achsplatte hält mit sechs Schrauben, die Zugführungen sind eingepresst. Siehe Zugwechsel beim einteiligen Achsring.
  1. Laufrad ausbauen, die vier Kabelbinder an den Enden der Faltenbälge abschneiden, die Bajonette abschrauben (SW2) und die Bälge abziehen.
  2. Stellung der Achsplatte merken und sie abnehmen (fünf M4×25, TX20).
  3. Das Rad mit dem Achsring nach oben hinlegen und die Zugführungen mit Kunststoffzylindern und Seiltrommel unter leichtem Hin- und Herbewegen herausziehen. Das Rad nicht zum Achsring hin kippen: Öl kann auslaufen.
  4. Die Alumutter (Ritzelseite) mit SW17 gegenhalten und die Schaltwelle mit SW8 gegen den Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen — das ist Gang 14.
  5. Den alten Zug entfernen, die Trommel reinigen und eventuelle Grate entfernen. Den neuen Zug von der Innenseite des Sechskants durch die untere Bohrung etwa bis zur Hälfte fädeln, das andere Ende durch die obere — beide Enden gleich lang — und straff in die Rille ziehen.
  6. Die Einbaurichtung der Trommel zählt: Hinten hat der Innensechskant eine Stufe, vorn nicht. Auf einen SW8-Innensechskantschlüssel gesteckt, die Züge in Rillenrichtung biegen: den vorderen etwa 2¼, den hinteren eine halbe Umdrehung aufwickeln; die Rille zeigt auf 10 Uhr.
  7. Die Rille zur Torx-Schraube ausrichten, die Trommel auf den Sechskant der Schaltwelle stecken und beide Zugenden in die Aussparungen des Achsrings legen. Die Zugführungen mit dem Kunststoffzylinder voran auffädeln und die Zylinder mit der kurzen, flachen Seite voran eindrücken.
  8. Etwas Fett zwischen Achsring und Trommel geben, die Achsplatte in der gemerkten Stellung aufsetzen und die fünf Schrauben über Kreuz anziehen (TX20, 3 Nm).
  9. Den hinteren Zug ganz herausgezogen ab Oberkante der hinteren Zugführung auf 165 mm messen und mit einem scharfen Seitenschneider abschneiden. Den neuen Faltenbalg vorsichtig aufschieben, die Bajonettspitze bis zum Anschlag aufstecken und befestigen (SW2, 1,5 Nm). Den vorderen Zug über 13 Rasten bis zum Anschlag (Gang 1) herausziehen und ebenso kürzen und montieren. Das 165-mm-Messingrohr (Art. Nr. 8711) erleichtert das.
  10. Die Faltenbälge mit Kabelbindern in den Rillen der Zugführungen und Bajonettspitzen befestigen.

Häufige Fragen

Wie lange hält der Nabenzug der internen Ansteuerung?
Richtig montiert hält der 0,9-mm-Rohloff-Spezialzug etwa 8000–10.000 km. Reißt er früher, muss auch die Ursache behoben werden: geknickte Führung durch falsche Achsplatten- oder Gegenhalterstellung, eine lose Drehmomentstütze oder Sturzschäden.